Mo’ore’a (Tahiti / Französisch-Polynesien)

Mo’ore’a (Tahiti / Französisch-Polynesien)

Oder für uns einfach nur Moorea (polynesisch für „gelbe Eidechse“) ist die Schwesterinsel von Tahiti, ca. 5 Flugstunden von Auckland entfernt. Passenderweise haben wir dann auch eine gelbe Eidechse als Mitbewohner in unserem Bungalow. 😉

Wenn man in Neuseeland lebt oder Urlaub macht, ist der Besuch einer Südseeinsel Pflicht, weil man in wenigen Flugstunden jede dieser Trauminseln erreicht. Unsere erste Wahl Bora Bora – das Paradies auf Erden – hat jedoch zwei Schönheitsfehler: Es übersteigt unser Budget massiv und die Anreise ist extrem mühsam. Wobei, im Nachhinein…

Bei der Suche kommt erschwerend hinzu, dass in der Südsee gerade Regenzeit ist und ein paar Tage Dauerregen keine Seltenheit sind. Außerdem wollen wir vor Noah’s zweitem Geburtstag fliegen, weil wir seinen Flug sonst voll zahlen müssen. Deshalb grübeln wir einige Zeit um die richtige Destination zu finden. In der engeren Auswahl stehen Samoa, Neukaledonien, Vanuatu und eben Tahiti bzw. ihre Schwesterinsel Moorea.

Moorea liegt, wie schon erwähnt, fünf Flugstunden von Auckland entfernt, was auch mit Kind durchaus vertretbar ist. Wir haben allerdings nicht bedacht, dass sich die gesamte Reisezeit auf über 12 Stunden summiert: Tagwache 6 Uhr, um 6:45 mit dem Shuttle eine Stunde zum Flughafen, um dort zwei Stunden auf den Abflug zu warten. Fünf Stunden im Flieger, dann wieder in einen Shuttle zur Fähre und nochmal eine Stunde warten. 30 Minuten mit der Fähre nach Moorea um dort bei der Ankunft festzustellen, dass uns der vorbestellte Shuttle von Albert Transport versetzt hat. Mittlerweile ist es 18 Uhr und alles was am Fährhafen unter Tags geöffnet hat ist mittlerweile geschlossen. Natürlich finden sich auch keine Taxis mehr und die Hotline des Shuttleservice ist (mit unserer SIM aus Neuseeland?) nicht zu erreichen. Schaut gar nicht mal so gut aus. Die einzige Person, die wir treffen, ist ein Wachmann der nur Französisch spricht. Mit Händen und Füssen schaffen wir es ihm zu erklären, dass er die Hotline des Shuttleservice anrufen soll. Und tatsächlich, ein erster Teilerfolg. Wir erklären der Dame, dass uns der Shuttle versetzt hat und wir keine Möglichkeit haben ins Hotel zu kommen. Nach ein paar Minuten Ernüchterung: Der Kollege der uns abholen soll ist nicht erreichbar – das mit dem Shuttle wird heute nix mehr. Klasse und danke für nix! Mittlerweile hat sich – was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen – unser Retter zu uns gesellt. Toni arbeitet auf der Fähre und nachdem ihm der Wachmann unsere Situation erklärt, ist er spontan bereit uns 30 km (ca. 45 Minuten) um die halbe Insel zum Hotel zu fahren. Als braver Österreicher hält man das im ersten Moment für einen Scherz oder erwartet, dass man ausgeraubt wird – aber nichts davon ist passiert. Weil auch Toni nur ein paar Brocken Englisch spricht, ist die Konversation während der Fahrt minimal. Es reicht aber aus, um uns die Sehenswürdigkeiten und Hotels am Weg zu zeigen. Todmüde, aber trotzdem heilfroh, kommen wir gegen 19:30 Uhr im Hotel an.

Unsere Entscheidung für das Intercontinental ist aus einem offensichtlichen Grund gefallen – siehe Fotos. Außerdem ist wegen der Renovierung der Überwasserbungalows die Halbpension kostenfrei inkludiert. Als „Zimmer“ haben wir uns einen Bungalow direkt am Strand gegönnt – wer weiß ob wir jemals wieder in dieses wunderschöne Eck der Welt kommen… 😉

Nachdem uns „Albert Transport“ bei der Ankunft versetzt hat, haben sie uns als Wiedergutmachung auf die Lagoon Excursion und den Rücktransport zur Fähre eingeladen. Für uns eine mehr als angemessene Entschädigung! 😉 Deshalb geht es am zweiten Tag gleich in der Früh mit dem Bus zur Lagunenfahrt, auf der uns Insel, Kultur und Tierwelt näher gebracht werden. Furchtlos schwimmen Noah und Christian mit Rochen und Haien. 😉

Zu Mittag gibt es auf einer vorgelagerten Insel ein Picknick inklusive Crashkurs „wie binde ich einen Parero“ und was lässt sich alles aus Kokosnüssen herstellen. (Kein Wunder das Robinson so lange überlebt hat.)

Nachdem wir in Summe nur vier Tage auf Moorea sind, verbringen wir die restlichen Tage am Strand und mit kleinen Aktivitäten im Resort. Das Interconti beherbergt eine Schildkröten-Station, in der kranke Schildkröten medizinisch versorgt und auf das Leben in der freien Natur vorbereitet werden.

Außerdem befindet sich im Resort ein Delphincenter, weshalb sich Christiana zum Abschluss einen Traum erfüllt, nämlich mit Delphinen zu „schwimmen“. Die hier lebenden Tiere kommen entweder aus privater Haltung oder der Navi – das älteste ist mittlerweile 40 Jahre alt.

Noch ein paar Impressionen der schönen Tage, bevor das Wetter umschlägt.

Am letzten Nachmittag beginnt es dann wirklich zu stürmen und zu schütten, was sich bis zu unserer Abreise auch nicht mehr ändert. Wir wollen gar nicht daran denken, dass das Wetter die ganze Woche so sein hätte können…

Aufgrund des schlechten Wetters findet dann auch das abschließende Gala-Dinner im Restaurant und nicht am Strand statt. Noah crasht dabei eine traditionelle polynesische Tanzvorführung, aber seht selbst…

Am Abreisetag wird eine Wetterwarnung ausgegeben und jegliche Wassersportaktivität verboten. Das stimmt uns vor allem für die bevorstehende Fährfahrt nach Tahiti zuversichtlich. ;-( Bereits vor der Abfahrt werden „Speibsackerln“ (für unsere deutschen Freunde „Kotztüten“) ausgeteilt und dementsprechend ist dann auch die Überfahrt – meterhohe Wellen, die das Boot wie eine Zündholzschachtel hin und her werfen. Die Krönung ist eine Vollbremsung vor der Laguneneinfahrt von Tahiti. Da diese nicht besonders breit ist, muss der Captain sie ganz genau anfahren, sonst wars das. Dank eines erfahrenen Captains und vieler Stoßgebete von Christiana kommen wir heil in Tahiti an und zumindest von uns musste sich niemand übergeben.

Stürmische Überfahrt

Der Rest der Heimreise verläuft angenehm ruhig und um 0:30 kommen wir in unserer Wohnung an – müde von der langen Reise, aber trotzdem glücklich ob des tollen Urlaubs!

7 Gedanken zu „Mo’ore’a (Tahiti / Französisch-Polynesien)

  1. Ganz tolle Fotos, 😍
    der Noah hat aber super mitgetanzt , schon ein flotter Hula- hula 🕺 tänzer
    Eine richtige Konkurrenz für die Gruppe 👍👍
    Noch eine schöne Zeit

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