Der Norden von Auckland – einfach traumhaft…
Den nördlichsten Teil von Neuseeland (von den Eingeborenen kreativ Northland genannt) haben wir vor 3 Jahren in unserem Urlaub nicht mehr geschafft und deswegen steht er ganz oben auf der Liste unserer Ausflugsziele. In der ersten Jännerwoche (vom 1. – 6.) ist es soweit. Northland wir kommen…
Unsere Route führt uns von Auckland nach Whangarei, weiter über die Tutukaka Coast nach Paihia und Russel, dann zum wunderschönen Matai-Strand auf die Karikari-Halbinsel, von dort weiter nach Cape Reinga und retour über den 90 Miles Beach und Whangarei nach Auckland.
Tag 1: Von Auckland nach Whangarei
Nachdem in der Früh das Auto abgeholt und unser Gepäck verstaut (wir hätten locker 3 Wochen unterwegs sein können) ist, steht die Fahrt nach Whangarei inklusive Übernachtung am Plan. Da Christiana noch nicht ganz fit ist und das Wetter bescheiden, ist dieses kleine Städtchen für den ersten Stop optimal. Das Zentrum von Whangarei liegt entlang eines Flusses, mit netten Restaurants, Shops und Sehenswürdigkeiten. Außerdem ist dort ein Museum zu Ehren von Friedensreich Hundertwasser geplant.
Tag 2: Von Whangarei über die Tutukaka Coast nach Paihia
Am nächsten Morgen ist das Wetter traumhaft. Deswegen ist unser erstes Ziel, einen Strand an der Tutukaka Coast zu finden. Gesagt, getan. Die Matapouri Bay ist ein langer, weißer Sandstrand, an dem wir einfach bleiben müssen. Noch schnell 5cm Sonnencreme 50+ rauf und los geht der Spaß. 😉
Der nächste Stop ist Paihia, im Herzen der Bay of Islands und eignet sich deshalb sehr gut als Basis für Unternehmungen in dieser Region. In Paihia selbst gibt es außer ein paar Shops und unzähligen Lokalen nicht viel zu sehen.
Auf dem Weg dorthin haben wir in Kawakawa, einem kleinen unbedeutenden Dorf, Halt gemacht. Dieses hat seine Berühmtheit niemand geringerem als Friedensreich Hundertwasser zu verdanken. Er hat die dortige öffentlich WC Anlage gestaltet, die ein wahrer Touristenmagnet (nicht nur für Österreicher) ist. 😉
Tag 3 – Russel
Am nächsten Tag geht es mit der Fähre nach Russel. Russell ist ein entspannter und malerischer Ort, nur eine 15-minütige Fahrt mit der Fähre von Paihia entfernt.
Tag 4 – Mit unzähligen Zwischenstopps von Paihia nach Pukenui
Tag 4 führt uns mit einigen Zwischenstopps von Paihia nach Pukenui. Pukenui ist eine kleine Ortschaft kurz vor Cape Reinga (dem nördlichsten Punkt Neuseelands), die sich deshalb für die Übernachtung anbietet.
Aber alles der Reihe nach. Gleich nach dem Start besichtigen wir die Haruru Falls am Ortsrand von Paihia. Naja, da haben wir schön größere Wasserfälle gesehen.
Danach geht es, mit einem kleinen Abstecher nach Kerikeri, immer weiter gen Norden. Gegen Mittag ist eine WC- und Jausenpause notwendig und so halten wir an einem Spielplatz direkt an der Straße. Was wir bis zum Aussteigen nicht sehen: Hinter dem Spielplatz befindet sich eine traumhafte Bucht – die Coopers Bay. In dieser verbringen wir kurzfristig eine erweiterte WC- und Jausenpause.
Gestärkt geht es weiter zur Matai Bay auf der Karkari Halbinsel. Nach ca. 45 Minuten im Nirgendwo landen wir im Paradies. Der Sand ist weißer als weiß und das Meer traumhaft schön. Wie üblich weht zwar ein relativ starker Wind und die Wellen sind hoch. Deshalb baden wir weniger, genießen aber nichts desto trotz den traumhaften Ausblick. Und Noah buddelt wie immer im Sand…
In Pukenui verbringen wir die Nacht im Pukenui Lodge Motel. Leider haben wir nicht gewusst, dass es dort eine riesige Grünfläche inkl. Griller gibt – sonst hätten wir wohl kaum beim Schachtelwirt zu Abend gegessen. Spaß haben wir trotzdem und Noah sorgt für die Bilder.
Tag 5 – Cape Reinge, Giant Sand Dunes, der 90 Miles Beach und zurück nach Whangarei
Der Tag steht ganz im Zeichen von far far North – dem nördlichsten Teil Neuseelands. Cape Reinga ist ein spiritueller Ort der Maori: Von hier aus machen sich die Seelen der Verstorbenen auf den Weg und werfen einen letzten Blick auf Neuseeland. Die Magie dieses Ortes ist trotz der ein oder zwei Touristen (;-)) deutlich zu spüren, wenn man sich 2 Minuten Zeit nimmt und seinen Blick in die Ferne schweifen lässt. Hier treffen außerdem der Pazifik und tasmanische See aufeinander, was die Magie noch verstärkt.
Next Stop: Giant Sand Dunes. Beinahe müssen wir die Giant Sand Dunes wieder unverrichteter Dinge verlassen, weil Noah am Weg dorthin verschläft und die „Straße“ (eigentlich ein Flussbett) zum dahinterliegenden Strand gesperrt bzw. nur für Fahrzeuge mit Allrad freigegeben ist. Nach einigem Hin und Her entscheiden wir uns die Dühnen einzeln hoch zu laufen. Klingt einfach, ist es aber ganz und gar nicht bei 30° in der Mittagshitze und Flip Flops an den Füßen. Der Sand ist glühend heiß und für jeden Schritt nach vor geht’s einen halben zurück. Ok, ganz so schlimm ist es nicht und der Ausblick entschädigt dann doch ein wenig. (Übrigens: Auf Foto 3 ist links unten die „Straße“ zu sehen.)
Unser drittes Ziel an diesem Tag ist der 90 Miles Beach bei Waipapakauri. Er ist zwar „nur“ 55 Meilen (88 km) lang, aber trotzdem absolut beeindruckend. 😉 Relativ schnell wird uns auch hier vor Augen geführt, wie unberechenbar das Meer in Neuseeland ist. Eine weit auslaufende Welle (ca. 20 – 30m) spült fast unsere Strandsachen weg.
Das absolute Highlight ist aber mit dem Auto den Strand unsicher zu machen. Einzige Voraussetzung dafür ist einen Allrad zu fahren.
Im Traum wäre uns nicht eingefallen, dass unserer geliehenen Kiste (ein Subaru Legacy) einen Allradantrieb hat und deshalb haben wir unseren ganze Krempel zu Fuß an den Strand geschleppt. So kann man sich täuschen und wir haben das natürlich sofort getestet.
Warum macht am 90 Miles Beach ein Allrad Sinn? Siehe dazu die Google Bildersuche! Aber auch trotz Allrad kann so etwas passieren. Siehe dazu den Bericht zu morgen früh.
Nach diesem ereignisreichen Tag geht es wieder zurück nach Whangarei, ins bereits bekannte Hotel. Nach ca. 2 Stunden Fahrt durch die ärgste Pampa erreichen wir es um 21:30. Noah ist schon fix und foxi und möchte freiwillig ins Bett, um dann bis am nächsten Tag um 8:30 durchzuschlafen!
Tag 6: Von Whangarei zurück nachhause
Wie ihr sehen könnt, hat der Tag nicht ganz ohne Proleme begonnen.
Leider weigert sich unser bis dahin zuverlässiger Subaru in der Früh anzuspringen. (Ok, er hat von Beginn an merkwürdige Geräusche beim Starten gemacht.) Erster Gedanke: Licht nicht ausgeschaltet und deshalb Batterie leer. Diese Hirnlosigkeit müssen wir beim hiesigen Autofahrerclub AA (zurecht) selbst zahlen. Zum Glück kommt es anders: Die Batterie ist komplett hinüber und muss getauscht werden. Das kostet uns zwar zwei Stunden, aber keine neuseeländischen Dollar.
Und jetzt stellt euch mal vor, das passiert ein paar Stunden früher am 90 Miles Beach…
Nach diesem Schreck sehen wir uns wieder Wasserfälle an – die Whangarei Falls.
Den letzten Tag lassen wir dann am Waipu Beach ausklingen. Ein unendlich langer Sandstrand mit kleinem vorgelagertem Park, in dem man grillen, spielen oder einfach nur relaxen kann. Da wir wieder nichts zum Grillen dabei haben, gönnen wir uns zum Abschluss ein tolles Essen im Strandcafe…
Ein Kommentar zu „Der Norden von Auckland – einfach traumhaft…“
Das war sicherlich ein unvergesslicher Ausflug für euch drei. Wir freuen uns, das ihr diesen Trip nachholen konntet und mit uns teilt.
Irmgard & Gerald