Ein Wochenende auf der Coromandel Peninsula
Nachdem die letzten Wochenenden eher verregnet waren, haben wir uns entschlossen das erste (prognostizierte) schöne Wochenende nicht in Auckland zu verbringen. Wir hatten tatsächlich Glück und es ist schön geblieben. 😉
Unser Ziel war die Coromandel Halbinsel, die wir vor 3 Jahren im Urlaub nicht mehr geschafft haben.
Nach ca. 2,5 Stunden Autofahrt über Thames und Tairua (davon 1 Stunde Serpentinen) erreichten wir unser Ziel – ein Strand-Appartement am Hahei Beach. Der Ausblick rechtfertigt – im Gegensatz zum Appartment selbst – die € 150,– pro Nacht.
Der Strand ist traumhaft: Weißer Sand und kristallklares Wasser. Da sich unser Apartment am Ende des Strandes befindet, ist relativ wenig los und Noah kann stundenlang im Sand buddeln und vor den Wellen davonlaufen. Uns war das Wasser zum Baden noch etwas zu kalt, aber viele Kiwis haben sich nicht davon abhalten lassen.
Circa 10 Minuten entfernt befindet sich der „Hot Water Beach“. Das Besondere an diesem Strand ist ein kleiner Abschnitt, unter dem sich eine heiße Quelle befindet. Teilweise ist der Sand bis ca. 60° heiß und man kann gar nicht drüber laufen. Sobald Ebbe ist, kann man sich hier seinen eigenen Thermalpool graben. Die Touristen kommen mit Schaufeln und Spaten bewaffnet und graben wie wild im Sand. Ist ziemlich lustig ihnen dabei zuzusehen.
Der Strand ist eigentlich ewig lang, aber die Touristen tummeln sich aufgrund der heißen Quellen auf ein paar Quadratmeter und der Rest ist fast menschenleer.
Hier der Bereich mit den warmen Quellen…
…und hier der Rest.
Auch Noah hatte sein eigenes Loch (wir haben uns ins gemachtes Nest gesetzt ;-)) und hatte sichtlich Spaß dabei noch tiefer zu graben:
Eine weitere Attraktion auf der Coromandel ist die „Cathedral Cove“. Diese ist nur zu Fuß erreichbar (ca. 45 Minuten) und die dortige Höhle verbindet 2 Strände, die bei Ebbe durchgehend begehbar sind. Leider mussten wir uns deshalb (wie alle anderen Touristen) in der Mittagshitze auf den Weg machen – aber schlußendlich hat es sich gelohnt!
Am Vorabend hat Christian schon mal den Weg erkundet, um herauszufinden ob er Noah tauglich ist und dabei auch gleich den Sonnenuntergang genossen – ganz ohne Touristen.
Da vor allem das Ende des Weges nicht wirklich für einen Kinderwagen geeignet ist, haben uns entschieden Noah mit der Rückentrage zu transportieren. Bei brütender Hitze für den Träger nicht ganz angenehm, aber Noah hatte seinen Spaß!
Cathedral Cove ist auch am Tag ein Hammer, wenn auch wesentlich voller.
Auch die Aussicht am Weg ist nicht zu verachten! 😉
Zurück nach Auckland sind wir – auf der Jagd nach einem eckigen Baum – quer durch den Coromandel Forest Park Richtung Tapu gefahren. Circa 25 km Schotterstraße und nichts außer Wald. (Gefühlt ist uns alle 10 Minuten ein Polizeiauto entgegengekommen – ein paar Tage vorher wurde in einer andere Region eine tote Backpackerin gefunden.) Grund für diesen Umweg war der „Squared Kauri„, ein 4-eckiger, uralter Kauri. Obwohl diese Bäume 2000 – 3000 Jahre alt werden können, sind sie eine bedrohte Art.
Die Suche hat sich allerdings schwerer als erwartet gestaltet: Wir hatten schon fast aufgegeben, als wir endlich an einem Schild mit der Aufschrift „Parkplatz Squared Kauri“ vorbeigefahren sind. Aber denkste. Rund um den Schotterparkplatz alles verwachsen und kein Zeichen des „Squared Kauri“. Nach minutenlanger erfolgloser Suche, sind wir dann unverrichteter Dinge weitergefahren. Da haben wir wohl den Kauri vor lauter Bäumen nicht gesehen! Naja, zumindest die Fahrt war abenteuerlich und Kauris gibt’s im Norden auch. 😉
Später haben wir im Internet recherchiert und der Eingang wäre ein paar hundert Meter vor dem Parkplatz gewesen – Internet gabs in der Einöde aber leider nicht… 😉






















Ein Gedanke zu „Ein Wochenende auf der Coromandel Peninsula“
Hallo ihr drei ..schön das ihr uns so teilhaben lässt an eurem Abenteuer Neuseeland. Wie man sieht gefällt es euch sehr gut, besonders Noah auf Papas Rücken…Da kommt wohl kein Heimweh auf. Viel Spass noch…